Wenn das Startup ins Straucheln gerät
Pitch Decks. Wachstumskurven. Funding-Runden. Die Startup-Welt liebt Erfolgsgeschichten. Konsequent ausgeblendet wird der andere Moment: wenn das Geld knapp wird, die Runway schmilzt und die Gründerinnen und Gründer nachts wachliegen. Dieser Moment ist häufiger, als das Scheinwerferlicht vermuten lässt.
Das eigentliche Problem: Niemand bereitet darauf vor. Inkubatoren und Acceleratoren leisten wertvolle Arbeit – Businessplan, Go-to-Market, Investorenpräsentation. Aber was passiert, wenn Umsätze ausbleiben, ein Co-Founder aussteigt oder ein Großkunde wegbricht? Auf diese Szenarien wird kaum jemand vorbereitet. Sie gelten als zu negativ, zu unsexy, unpassend zur Aufbruchsstimmung.
Warum das persönlich so gravierend ist. Ein scheiterndes Unternehmen ist nicht nur ein betriebswirtschaftliches Problem – es trifft Menschen in ihrer Identität und oft in ihrer privaten Existenz. Denn viele Gründerinnen und Gründer haben persönliche Bürgschaften gegenüber Banken und Fördergebern übernommen. Was in der Euphorie wie eine Formsache wirkt, wird in der Krise zur Bedrohung: Plötzlich steht nicht nur das Unternehmen auf dem Spiel, sondern das Eigenheim, die Ersparnisse, die finanzielle Zukunft der Familie.
In dieser Lage fehlt oft nicht nur ein Sanierungsplan – es fehlt jemand, der die richtigen Fragen stellt: Was sind die Optionen? Was lässt sich retten? Und wie schützen Sie sich selbst?
→ Frühzeitige Liquiditätsplanung
→ Strukturierte Kommunikation mit Banken und Gläubigern
→ Klare Entscheidungen unter Druck
Das sind Kompetenzen, die Unternehmen – und Existenzen – retten können. Die Startup-Community muss dieses Kapitel angehen. Und es braucht Kapital von Investoren und Förderstellen, um Schieflagen mit externer Begleitung aufzufangen, bevor aus einer Krise ein Totalverlust wird.
📌 Über den Start reden alle. Über die Krise zu reden, ist längst überfällig.
📩 Haben Sie als Gründerin oder Gründer ähnliche Erfahrungen gemacht? Schreiben Sie uns.