KANN jeder stiller Gesellschafter werden?

In der Regel kann jeder stiller Gesellschafter werden, der in der Lage ist Geld zur Verfügung zu stellen. Egal, ob Traditionsunternehmen oder Firmengründung.

Speziell das private Umfeld gehört zu den stillen Gesellschaftern, wenn ein Unternehmer einen Teilhaber sucht. Es sollte jedoch nie verschwiegen werden, dass ein Teilhaber kaum ein Mitspracherecht hat, sofern nicht vertraglich verankert. Um sich Mitspracherecht zu sichern, sollte er ein atypischer Teilhaber werden, denn nur so ist es möglich, auch ev. in die Firmenpolitik einzugreifen.

Stiller Gesellschafter nur mit Vertrag!

Ein stiller Gesellschafter sollte immer auf einen schriftlich fixierten Vertrag Wert legen, denn nur so kann er sich absichern. Vor allem sollte ein Vertrag beinhalten, dass der stille Gesellschafter nicht nur die Jahresbilanz einsehen kann, sondern auch zwischenzeitlich Einsicht in die Bücher bekommt. Damit kann er ggf. seine Einlage auch wieder rausziehen. Das muss natürlich auch vertraglich festgelegt werden.

Steuerlich gibt es keine negativen Auswirkungen, denn diese Einkünfte unterliegen dem EstG. So müssen bei der stillen Gesellschaft nur Steuern gezahlt werden, wenn ein Gewinnanteil ausgezahlt wurde und dann auch nur Steuern auf diesen Gewinnanteil.