Finetrade

Wenn nein, keine Sorge, denn bei Finetrade handelt es sich um ein relativ neues Instrument im Bereich der Liquiditätssicherung bzw. -beschaffung und dient vor allem der Vorfinanzierung von Umlaufvermögen.

Beim Finetrade wird ein Finanzdienstleiter zum Zwischenhändler – gegen Zahlung von Zinsen wird der sofort Lieferanten bezahlt. Der Käufer begleicht seine Schuld beim Finetrader Wochen später. Bis dahin steht ihm das Geld zur Verfügung.
Der Finetrade-Prozess ist sechsstufig und kann, je nach Anbieter, variieren, üblicherweise läuft er aber, wie folgt, ab:
1. Der Käufer verhandelt mit seinem Lieferanten die Konditionen und bestellt die Waren nach Rücksprache mit dem Finetrader
2. Der Lieferant liefert die Ware direkt an den Käufer
3. Der Lieferant stellt dem Finetrader die Rechnung
4. Der Finetrader bezahlt die Rechnung innerhalb des vereinbarten Zeitraums
5. Der Finetrader stellt seinerseits dem Käufer eine Rechnung über die Warenlieferung mit einem Zahlungsziel von 120 Tagen
6. Der Käufer begleicht die Rechnung flexibel innerhalb dieser Frist

Ob  Rohstoffe, Waren, oä. Fintrade funktioniert für fast das gesamte Umlaufvermögen. Finetrading ist somit eine kurzfristige Alternative um Spielraum auf dem Betriebsmittelkonto zu schaffen.