Der Königsweg bröckelt
Eine aktuelle Mittelstandsbefragung von Creditreform und CH Consult (rund 1.400 Unternehmen) bringt eine Verschiebung auf den Punkt, die viele Betriebe unterschätzen:
→ 45 % der Unternehmen benötigen bis 2030 eine Nachfolgelösung
→ 40 % planen die Übergabe bereits familienextern — an Investoren, Management oder Mitarbeiter
→ und, oft übersehen: 34 % der Betriebe können sich vorstellen, selbst ein Unternehmen zu übernehmen
Die klassische Familienübergabe, jahrzehntelang der Königsweg im österreichischen Mittelstand, verliert an Bedeutung. Das ist keine schlechte Nachricht — es ist eine andere.
Denn die Zahlen zeigen zwei Seiten desselben Marktes: Auf der einen Seite Betriebe, die eine Lösung suchen. Auf der anderen Seite Menschen und Unternehmen, die übernehmen wollen. Das Problem ist selten fehlendes Interesse — es ist fehlende Struktur beim Zusammenführen.
Ein Detail mit Sprengkraft: Vier von fünf familieninternen Übergaben erfolgen ganz ohne finanzielle Abgeltung. Wer extern übergibt, muss den Wert seines Lebenswerks dagegen erst sichtbar und verhandelbar machen.
📌 Nachfolge ist heute weniger eine Frage der Familie — und mehr eine Frage der Vorbereitung. Wir empfehlen drei bis fünf Jahre Vorlauf. Die Realität sieht meist anders aus.
📩 Ob Sie übergeben oder übernehmen wollen: Je früher die Struktur steht, desto größer der Spielraum. Sprechen wir darüber.